Die Langdistanz in der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt

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Die Langdistanz in der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt

Das exklusive Rennen mit neuer Radstrecke 2017

Posted on: Sonntag 4th Dezember 2016

Die Premiere der Challenge Regensburg 2016 war ein riesen Erfolg. Zahlreiche nationale und internationale Profis und hunderte Altersklassensportler genossen das Rennen und den einmaligen Zieleinlauf am Dom. Nach Auswertung zahlreicher Zuschriften und einer groß angelegten Athletenumfrage arbeitet der Veranstalter auf Hochtouren, um das Rennen noch attraktiver zu machen. Wir haben Renndirektor Tom Tajsich um einen Einblick in die Neuerungen und den Stand der Organisation gebeten.

Hallo Herr Tajsich,

Sie möchten Challenge Regensburg als exklusives Rennen etablieren und einen „Maßstab in Punkto Qualität“ setzen. Das klingt toll, doch was bedeutet das im Detail?

Ingo Kutsche, frei
Tom Tajsich (links) bei der Siegerehrung der Challenge Regensburg 2016

In Deutschland und den umgebenden Ländern gibt es derzeit ein sehr breites Angebot an Langdistanzrennen. Viele dieser Rennen haben ähnliche Probleme, wie z.B. die viel diskutierte Windschattenproblematik, überlaufene Versorgungsstationen, zu viele Starter und damit verbundene Qualitätsdefizite aufgrund des steigenden Kostendrucks. Wenn sich jemand bei einem Rennen mit 2.000 oder mehr Startern anmeldet, muss er wissen, dass ihm diese Themen begegnen werden.

Wir wollen nicht in die gleiche Kerbe schlagen und noch ein Rennen der gleichen Art auf den Markt werfen. Wir wollen ein exklusives Rennen veranstalten.

Um ein Rennen zu schaffen, das sich deutlich von den existieren Veranstaltungen absetzt, bedarf es im Prinzip dreierlei Dinge:

  1. Innovationskraft.
  2. Den Wünschen der Athleten zuzuhören.
  3. Den Mut zu haben, andere Wege zu gehen.

Natürlich wird man nie alle Athleten zufrieden stellen können. Der eine Athletentyp jagt Bestzeiten, der andere will ein möglichst hartes Rennen. Der eine will die oben genannte Massenveranstaltung, der andere bevorzugt mehr den exklusiveren Stil, wie wir ihn unseren Athleten bieten wollen.

Sie sprechen von innovativen Konzepten und dem Mut neue Wege zu gehen – was planen Sie?

Unsere große Innovation ist die Challenge For Two. Wir haben das Format zwar nicht erfunden, die Idee wurde von einer Athletin an uns herangetragen, dennoch ist das Projekt in meinen Augen eine Innovation. Zumal die Umsetzung und Vereinbarkeit mit den Regularien sehr viel Planung und auch Verhandlungen mit den Verbänden und Behörden erfordern. Für mich ist das ein weiterer Schritt dem Challenge Regensburg einen eigenen, speziellen Charakter zu geben.

Ziel am DomplatzNatürlich benötigt man den Mut neue Wege zu gehen, weil man mit solchen Ideen polarisiert. Man kann bei der Challenge For Two das Flair einer Langdistanz mit den drei Sportarten erleben und sich an die Distanz herantasten. Mit einer reinen Mitteldistanz hat das in meinen Augen nichts zu tun. Es stehen Teamgeist und gemeinsames Erleben im Vordergrund, sowie riesen Spaß zu zweit sich der Aufgabe zu stellen. Und man muss sich Strategien überlegen, die Pausen zu überbrücken. Das macht es für mich besonders spannend. Vom Prinzip her habe ich diese Tage etwas Ähnliches bei der neuen Biathlon Disziplin Single Mixed Staffel gesehen.

Um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen, haben wir die Teilnehmerzahlen für 2017 erstmal auf 300, d.h. eine Startwelle, beschränkt. Da wir mit dem speziellen Angebot von 395 Euro bis 31.Dezember noch einen zusätzlichen Anreiz geschaffen haben, kann ich mir gut vorstellen, dass diese Plätze bald ausgebucht sind.

Insgesamt begrenzen wir für 2017 die Starterzahlen auf 1.000 Anmeldungen (600 Einzel, 300 Challenge For Two Teams und 100 Staffeln). Das macht die Finanzierung des Events nicht gerade einfach, aber wir haben sehr gute Partner, die uns diesen Schritt in Richtung Qualitätssicherung ermöglichen.

Das bedeutet für Athleten: bei uns kann man ohne Gedränge einchecken und braucht auch keine Angst vor Windschattenproblemen zu haben.

Die wohl größte Neuerung neben der Challenge For Two dürfte die Neugestaltung der Radstrecke sein. 2017 werden auf der neuen Strecke drei statt zwei Runden gefahren. Beim Thema „Bestzeitjäger“ denkt man auch immer gleich an große Pulks. Wie passt diese Veränderung in ihr Qualitäts-Konzept?

Zur Radstrecke haben uns nach der Premiere mit weitem Abstand die meisten Anfragen von Athleten erreicht. Wir haben deshalb sehr viel Zeit in Gespräche mit verschiedenen Experten und Profiathleten investiert um herauszufinden, wie und ob es Sinn macht, von unserer, für viele zu harten, zu einer sehr schnellen Strecke umzuschwenken. 2017 folgen wir deshalb dem Wunsch vieler Athleten und bieten die möglicherweise schnellste Radstrecke der Welt.

161201_Radstrecke_V1

Bisher hatten wir einen Anstieg von 500 Höhenmetern am Stück über zwölf Kilometer im Kurs, der zwei Mal zu fahren war – ein echtes Brett. Das dort aufgebaute Laktat ist fast nicht mehr abzubauen, speziell nach der zweiten Runde. Nun haben wir eine konstant zu fahrende Strecke mit insgesamt 600 Höhenmetern.

Natürlich birgt eine flache Strecke mehr Risiko für Windschattenproblematik. Wir sind uns aber sicher: Mit dem Teilnehmerlimit und einer sehr gut überwachbaren Strecke haben wir in enger Abstimmung mit den Schiedsrichtern die Grundvoraussetzung für ein faires Rennen geschaffen. Wir wollen beweisen, dass beides möglich ist: eine schnelle Strecke und ein faires Rennen! Auch dadurch zeichnet sich ein exklusives Rennen für mich aus!

Drei Runden sind auch für Zuschauer attraktiver. War das ein weiterer Grund für die Änderung?

So herrlich wie unsere Strecke war, größtenteils waren spannenden Passagen für Zuschauer schwierig oder gar nicht erreichbar. Jeder Athlet wünscht sich aber viele Zuschauer an den Strecken. Denn vor allem wenn es hart wird, können die Anfeuerungen einfach Motivation bringen. Die neue Radstrecke baut sich im Kern um die bereits in diesem Jahr sehr erfolgreichen Stimmungsnester in Mintraching und Aufhausen auf und es werden auch Neue dazu kommen.

Ein richtiges Highlight erwartet die Teilnehmer bei Aufhausen am „Projekt Stimmungsberg Petzkofen“. Hier werden die Athleten drei Mal durch fahren und wir shutteln die interessierten Zuschauer direkt vom Schwimmstart dorthin. Der Berg liegt mit einer perfekten Steigung gut erreichbar in Peztkofen. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sehe aber echtes „Solarer Berg“ Potential in den nächsten Jahren. Der Sportverein in Aufhausen hat ja 2016 schon riesen Engagement gezeigt und eine tolle Stimmung herbeigezaubert!

Auch Landschaftlich hat die Strecke sowohl bewährte als auch einige neue herrliche Passagen zu bieten. Die Abwechslung zwischen guter Stimmung in den kleinen Orten und der Idylle an der Donau ist schon klasse. Bestzeitenjäger werden das natürlich nur begrenzt geniessen können ☺

Auf welche Exklusiv-Maßnahmen dürfen sich die Athleten noch freuen?

Unsere Marathonstrecke durch die UNESCO Weltkulturerbestadt Regensburg und der Zieleinlauf sind für mich ohnehin einzigartig. Exklusiver wird es auf einer Laufstrecke nicht (lacht). Das wurde durch unsere Athleten in der Umfrage auch vielfach bestätigt. Auch an einigen weiteren Details z.B. an Verpflegungsstellen werden wir arbeiten.

Exklusivität beginnt für mich am Tag der Ankunft und endet mit der Abreise. Die Meldestelle direkt neben dem Ziel im historischen Herzogssaal und die Freundlichkeit des Personals haben dieses Jahr Maßstäbe gesetzt. Auch das Catering rund ums Event wurde sehr gelobt und mit dem neueingeführtem Weißwurstfrühstück bei den Awards setzen wir in Punkto Kolorit noch einen drauf.

Jedem, der keine Lust hat auf überfüllte Strecken und  der ein besonderes Rennen erleben will, kann ich nur raten, beim Challenge Regensburg zu starten!

Direkt zur Anmeldung.

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